Robert Leyh hat sich intensiv mit dem Fund an einer Grabstelle in Roßtal befaßt und interessante Aspekte einer mittelalterlichen Hinrichtung und der Blut- und Halsgerichtsbarkeit herausgefunden.
Er ist Leiter des Heimatmuseums und des Archivs Roßtal und wissenschaftlicher Leiter des Kriminalmuseums Rothenburg. Anhand von Luftaufnahmen und alten Katasterplänen entdeckte er eine Grabstätte eines im Mittelalter Hingerichteten. Er fing an, in Archiven nach weiteren Informationen zu suchen. Interessant ist, daß der Hingerichtete exakt in Ost-West Richtung bestattet wurde.
Robert Leyh geht auf die Bedeutung einer Hinrichtung auf Grundlage der mittelalterlichen Philosophie ein, in der Strafen als Göttliche Gerichtsbarkeit gesehen wurden. Er berichtet von den „peinlichen Befragungen“, wobei das peinlich nicht die heutige Bedeutung hat, sondern auf die Pein, den Schmerz einer Folter bezeichnet.
Der Hingerichtete bekam einige Medienberühmtheit und wurde „Robby“ getauft. Zwischendurch kam mal die Vermutung auf, daß es sich bei dem Hingerichteten um eine Frau handeln könnte, was Leyh jedoch aufklärt.
Alles in Allem ergeben sich in dem Gespräch interessante Einblicke in eine uns heute völlig fremd und grausam erscheinende Zeit.
Diese Sendung wurde am 08.03.2008 in Fichtenau aufgenommen.
Länge: ca. 32 Minuten