Walter Riedmüller, ehemaliger Waldorf-Lehrer, heute Ausbilder an der Freien Hochschule Stuttgart, sieht deutliche Bildungsunterschiede zwischen früher und heute, zwischen arm und reich. Olaf Hübner, mehrfach ausgezeichneter Architekt mit Schwerpunkt Schulen und Kindergärten, versucht dieses Desaster mit den Möglichkeiten eines Architekten abzufangen und Kindern zumindest ein harmonisches Lern-Umfeld zu ermöglich.
Sich zu bilden ist der Weg aus der geistigen Gefangenschaft. Doch ist dieser auch erwünscht? Begeisterung, Leidenschaft, Selbstvertrauen und Lebenssinn sind ausschlaggebende Faktoren zum freien, eigenständigen Denken. Doch davon findet man immer weniger an unseren Schulen
Die Fähigkeit Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden, Dinge zu hinterfragen, der Unterschied von Glauben und Wissen, nicht nur lesen sondern darüber nachzudenken, Charakterbildung, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Persönlichkeitsentwicklung - Dinge, die, wenn überhaupt, nur noch ansatzweise an den Schulen gelehrt werden. Wo bleibt da unser Bildungspolitik? Oder kommt den Eliten diese Form der Degeneration des gemeinen Schülers gerade recht?