Interview mit Jan van Helsing
Mysteries-Magazin
Wer ist Jan Holey (41) alias Jan van Helsing wirklich? Stimmt es, dass sich der angeblich «rechtsextreme» Autor jahrelang in der linken Szene tummelte?
Und: Sind seine Bücher heute immer noch verboten? «mysteries» führte mit dem umstrittensten Publizisten der deutschen Grenzwissenschafts-Szene ein Exklusivinterview. Und erlebte dabei einen spirituell orientierten Freidenker, der vieles sein mag – aber mit Sicherheit nicht rechtsextrem.
Jan van Helsing
Wer Sie persönlich kennt, hat ein
völlig anderes Bild von Ihnen, als in den Medien oder im Internet bis
heute gezeichnet wird. Notabene ein menschlich absolut sympathisches.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz dagegen bezeichnete Sie einst gar
als «rechtsextremistischen Esoteriker», obwohl Sie rechtlich nie für
Ihre kontroversen Aussagen verurteilt wurden. Ein Etikett, das Sie
vermutlich nicht so schnell wieder loskriegen. Warum dieser eklatante
Widerspruch? Warum polarisiert Jan van Helsing bis heute derart?
Nun,
ich versuche einfach das zu leben, was ich in meinen Büchern als
konstruktive Ratschläge an meine Leser weitergebe. Allerdings kann ich
dem einen oder anderen sehr unbequem werden, wenn ich merke, daß man
mich anlügt. In jungen Jahren stolperte ich beispielsweise über
Widersprüche beim Herrhausen-Attentat, das man bis heute der RAF
zuschreibt. Sie kennen ja sicher die Geschichte, als das Vorausfahrzeug
aus dem Wagenkonvoi Herrhausens, der sich normalerweise aus drei
Fahrzeugen zusammensetzte, kurz zuvor abgezogen wurde. Die Bombe wurde
durch eine Lichtschranke ausgelöst. Wäre das Auto – das ansonsten immer
vor Herrhausens Wagen fuhr – nicht abgerufen worden, wäre Herrhausens
Auto nicht in die Luft gegangen, sondern dieses vorausfahrende. Glauben
Sie, die RAF hat dort angerufen und dieses abbestellt? Und daß man dann
nach den Wünschen der RAF die Wagen umgruppiert hat? Das war einer der
ersten Hinweise darauf, daß hier etwas „Großes“ im Hintergrund abläuft,
und daß man gerne „Extremisten“ als Sündenböcke hernimmt, um politische
Aktionen durchzuführen, die einen völlig anderen Hintergrund
haben.Jahre später traf ich in Australien einen RAF-Insider, der
behauptete, daß der Mord an Herrhausen ein Liquidierungs-Auftrag der
Bilderberger war.
Tja, und so schlitterte ich langsam in eine Richtung, die nun zwei Jahrzehnte lang mein Leben prägt.
Ok, und was ist mit dem Vorwurf des Rechtsextremismus?
Begriffe
wie „Antisemitismus“ und „Rechtsradikalismus“ werden oftmals
herangezogen, um Menschen einfach mundtot zu machen. Ich möchte das
einmal etwas näher erklären: In meinen Büchern habe ich immer versucht,
hinter die Kulissen der Weltpolitik zu schauen, diejenigen zu
offenbaren, die die Fäden in der Hand halten. Die Bilderberger sind
eine Gruppe davon – ein mehr oder minder geheimer Zusammenschluß
mächtiger Wirtschaftsmagnaten in Verbindung mit Politikern und Militärs.
Der
heute 92-jährige David Rockefeller hatte bei der Eröffnung der
Bilderberger-Konferenz im Jahre 1991 in Baden-Baden deren Ziele
folgendermaßen auf den Punkt gebracht:
„Wir sind der Washington
Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Medien
dankbar, deren Direktoren unseren Treffen beiwohnten und sich an ihr
Versprechen, Diskretion zu wahren, beinahe vierzig Jahre lang gehalten
haben. Es wäre uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu
entwickeln, hätten wir all diese Jahre im hellen Scheinwerferlicht der
Öffentlichkeit gestanden. Aber die Welt ist jetzt entwickelter und
vorbereitet, sich in Richtung auf eine Weltregierung zu bewegen, die
niemals wieder Krieg kennen wird, sondern nichts als Frieden und
Wohlstand für die ganze Menschheit. Die supranationale Souveränität
einer intellektuellen Elite und der Bankiers der Welt ist der in den
vergangenen Jahrhunderten praktizierten nationalen Selbstbestimmung
sicherlich vorzuziehen.“
Das sagt doch alles. Die großen Medien
der Welt sind zensiert und schweigen still über die wahren
Weltherrscher. Über diese Leute diese „wir“, wie Rockefeller sie
nennt , die eine Weltregierung anstreben, schrieb ich in meinen ersten
beiden Büchern.
Ein wichtiges Kapitel befasste sich dabei mit der
Einführung der FED (Federal Reserve System) im Jahre 1913 – der
privaten Zentralbank der USA. Es sind diese privaten Bankiers, von
denen Rockefeller in seiner Rede sprach, welche die Geschicke der USA
in Händen halten und damit auch den größten Teil der westlichen Welt
mit beeinflussen.
Das Problem bei der Sache: Die Privatbanken,
welche die FED ins Leben gerufen haben, sind fast alle in der Hand von
Menschen mit einem bestimmten religiösen Hintergrund. Es wäre
sicherlich bequemer und politisch korrekter gewesen, dieses kleine
(völlig ohne Bewertung formulierte) Detail einfach zu verschweigen –
hab ich aber nicht.
Ihre ersten beiden Bücher wurden in
Deutschland nach einem Beschlagnahmebeschluss des Amtsgerichts Mannheim
in den früheren 90er-Jahren wegen Volksverhetzung vorläufig vom Markt
genommen. In der Anklageschrift war von einer «durchgehend
antisemitischen Schrift» die Rede. «mysteries» kann diese Einschätzung
rückblickend nach eigener Lektüre nicht bestätigen, wenngleich man über
gewisse Passagen natürlich kontrovers diskutieren und – kritisch
gesehen – auch anderer Meinung sein mag. Das Strafverfahren gegen Sie
wurde denn auch später eingestellt. Wurden Sie damals als junger Autor,
Mitte Zwanzig, Opfer einer Hetzkampagne?
Das Spannende an dem
Verbotsverfahren war ja, daß die Bücher im Jahre 1996 bereits zwei
Jahre auf dem Markt und über 160.000 Mal verkauft waren, bis man
plötzlich feststellte, was denn da „Schlimmes“ drinsteht. Da amüsiere
ich mich heute noch drüber... Über verschiedene Punkte in diesen beiden
Büchern, kann man heute natürlich durchaus streiten. Mit Kritik kann
ich leben. Zeig mir Deine Quellen, ich zeig Dir meine – dann
vergleichen wir.
Doch läuft das bei einem Verbotsverfahren nicht
so. Man zieht die Bücher ein und fällt dann mit einer großangelegten
Hetzkampagne über den Autor her. Die Chance zu einer wirklichen
Verteidigung, einer Fachdiskussion der Quellen und Fakten bekommt man
nicht. Könnte der Zeitungsleser sich das betreffende Buch noch kaufen,
so würde er feststellen, daß sich die Auslegung des Inhalts durch die
Journalisten oder auch die Staatsanwaltschaft äußerst einseitig und in
etlichen Punkten weit abseits der Tatsachen befindet. So würde man
beispielsweise auch feststellen können, daß ich über den Holocaust
überhaupt nichts geschrieben habe – weder in meinen Büchern, noch in
Artikeln. Manche Journalisten aber behaupten, daß ich ein
Holocaust-Leugner wäre. Ja, wie geht denn das?
Gute Frage, das stimmt nachdenklich...
Im
wesentlichen könnte ich das, was ich geschrieben habe, so stehen
lassen, doch würde ich an manchen Stellen heute Einiges etwas anders
formulieren, um Mißverständnisse zu vermeiden. Sicherlich habe ich
damals in meinem jugendlichen Elan auch etwas emotional geschrieben.
Aber ist das verboten? Und sind nicht Emotionen genau das, was die
Leute lesen wollen? Ich gebe halt Gas in meinen Büchern, und das lieben
die Leser.
Was das Verfahren angeht oder diverse diffamierende
Artikel: Ein Justizbeamter, der an dem Verfahren beteiligt war – also
jemand von der Gegenseite , meinte damals bei einem persönlichen
Telefonat mit mir, daß das Buchverbot doch an und für sich eine
hervorragende Werbung gewesen sei. Da hat er nicht ganz unrecht.
Aber
es kam noch besser: Mein vorletztes Buch „Hände weg von diesem Buch!“
hat sich jetzt in vier Jahren über 125.000 Mal verkauft. Warum? Weil
drauf steht, daß es die Leute nicht anfassen sollen? Einige vielleicht,
aber die meisten überzeugt der Inhalt, sonst würden sie das Buch nicht
weiterempfehlen. Einige Journalisten haben geschrieben, daß der Helsing
ein ganz wilder Typ ist, den man auf jeden Fall meiden sollte. Was
glauben Sie, was die Menschen in solch einem Fall machen? Sie verhalten
sich wie Kinder, denen man sagt, daß sie etwas auf gar keinen Fall tun
sollen... Genau das ist das Gesetz des Ausgleichs, über das ich in
meinen Büchern schreibe. Je mehr man etwas bekämpft, desto mehr
Aufmerksamkeit erhält es.
Sie haben mittlerweile über 70 Länder
dieser Welt persönlich bereist und andere Kulturen kennengelernt. Wer
Sie in Ihrem 2007 produzierten professionellen Doku-Spielfilm «Die
Cheops-Lüge» erlebt, gewinnt das Bild eines aufgeweckten, weltoffenen
Kosmopoliten und Weltenbummler. Wo sehen Sie sich selber politisch?
Ich
sehe mich nirgendwo zugehörig. Eher bin ich ein Einzelgänger und
Freigeist als jemand, der sich einer Gruppe, Partei oder politischen
Richtung zuordnet. Ich reise für mein Leben gern, und es macht mir die
größte Freude, neue Menschen und Kulturen kennenzulernen. Denn da stößt
man immer wieder auf interessante und ungewöhnliche Menschen mit
ungewöhnlichen Geschichten. Die Hautfarbe oder die Religion eines
Menschen ist mir egal – es sind die Früchte, an denen man den Menschen
erkennt – die Handlungen, das Auftreten. Danach versuche ich zu
urteilen.
Stimmt es, dass Sie ursprünglich aus der linksautonomen Düsseldorfer Hausbesetzerszene kommen, wie gelegentlich gemunkelt wird?
Nein,
so ein Unsinn. Ich komme aus einem kleinen Dorf im Schwabenland und ins
Gymnasium ging ich in Crailsheim – das gehört zum Landkreis Schwäbisch
Hall. Ich war in dieser Zeit unübersehbar der Punkszene zuzuordnen,
welche ungefähr 10 Jahre meines Lebens prägte. Wir waren fast jedes
Wochenende auf Konzerten. Klar waren in dieser Zeit in meinem Umfeld
etliche Autonome und wir waren damals auch auf Demos. Aber aus
Düsseldorf kenne ich niemanden. Und ein Haus habe ich auch nicht
besetzt. Allerdings war ich bei meinem Sprach-College-Aufenthalt in
Cambridge, England, mit Punks befreundet, die ein Haus besetzten.
Wieso gerade die Punkszene?
Tja, es war halt auch eine Art der Rebellion. Ich habe damit auf meine
Weise zum Ausdruck gebracht, daß ich bei dem Mainstream nicht mitmache.
Interessanterweise habe ich auch dort viele spirituelle Menschen
getroffen – Menschen, die besondere Fähigkeiten hatten wie zum Beispiel
Löffelbiegen oder Aurasichtigkeit. Spirituelle Menschen gibt es
überall. Man muß sie nur finden. Hier tritt das Gesetz der Resonanz in
Kraft: „Gleiches zieht Gleiches an“, oder „Es kommt das zu Dir, was zu
Dir gehört“. Vor allem waren manche Punks aber die Kinder wohlhabender
und einflußreicher Familien. So wurde ich auch über diese Weise an
interessante Menschen herangeführt. Schon wieder Resonanz...
Man mag Ihnen zu Recht vorwerfen, dass Sie gerade in Ihrem ersten Buch
vor vielen Jahren ziemlich unkritisch die eine oder andere
revisionistische Quelle zitiert haben – ohne sich dabei viel gedacht zu
haben. Manchmal schreiben Sie auch Dinge, die reichlich phantastisch
klingen und vielen leider kaum überprüfbar scheinen. An anderer Stelle
wiederum scheinen sie den Nagel wiederum meisterhaft auf den Punkt zu
treffen. Sind Sie in all den Jahren seither reifer geworden? Sind Sie
als junger Mann früher in jugendlicher Naivität vielleicht auch mal
übers Ziel hinausgeschossen? Oder wären Sie gerne noch weiter gegangen?
Zunächst einmal zu der Bemerkung „unkritisch“: Das lasse ich ungern auf
mir sitzen, denn ich gehe nicht unkritisch mit Quellen um. In meinen
ersten beiden Büchern, um die es Ihnen ja hier geht, habe ich zum
Beispiel über 30 Seiten Quellennachweise gebracht und zu den einzelnen
Quellen teilweise auch noch kurze Inhaltsangaben oder Kommentare
angehängt. Daß darunter auch Bücher von Autoren sind, die von
irgendwelchen modernen Zensoren der Political correctness als
„revisionistisch“ eingestuft werden, ist richtig. Doch was hat die
politische Gesinnung oder die Religionszugehörigkeit eines Autors mit
dessen Recherche zu tun? Es geht doch um die Beweise, oder?
Um aber auf Ihre andere Frage einzugehen: Selbstverständlich bin ich in
den letzten Jahren gereift, und ja, ich gehe heute noch viel kritischer
mit Informationen um. Der Bereich der Grenzwissenschaften und
Spiritualität hat sich in den letzten Jahren leider zu einem richtigen
Jahrmarkt entwickelt. Das ist eine Katastrophe. Daher ist jede Info
doppelt zu prüfen, bevor man sie veröffentlicht.
Viele Leser glauben immer noch, dass Ihre ersten Bücher bis heute
verboten sind. «mysteries»-Recherchen ergaben das Gegenteil. So soll
das anfängliche Beschlagnahme-Urteil wegen eines Formfehlers längst
aufgehoben sein. Stimmt das? Oder anders gefragt: Was ist aktuelle
Sachlage?
Die Sachlage ist folgende: Das Beschlagnahme-Verfahren ist nach elf
Jahren wegen Verjährung (auf Staatskosten) eingestellt worden. Der
Inhalt der Bücher wurde nie behandelt. Die Bücher könnten theoretisch
wieder verkauft werden, doch würde bei einem erneuten Verkauf ein neues
Verbots- und Beschlagnahmeverfahren eingeleitet – da eben der Inhalt
nie behandelt wurde – und alle, die mitverkaufen, würden strafrechtlich
verfolgt. Sie dürfen also daheim ein Exemplar im Regal haben, aber man
darf es nicht verkaufen.
Zudem gibt es ja keine Originale mehr. Und da ich diese Bücher selbst
nicht neu auflege, handelt es sich bei „Geheimgesellschaften“-Büchern,
die momentan bei Ebay oder amazon zu völlig überhöhten Preisen
angeboten werden, in den meisten Fällen um Raubkopien. Diese Leute
machen sich gleich doppelt strafbar, da sie auch noch gegen das
Copyright verstoßen. Es wurden inzwischen rechtliche Schritte
eingeleitet, um das in Zukunft zu unterbinden.
Neue Frage: Im Moment beschäftigen sie sich unter anderem mit den Freimaurern...
Das ist richtig. 2007 hatte ich ja den Film „Jan van Helsing im
Gespräch: Freimaurer und Templer heute“ produziert, in dem ich mit
einem Hochgradfreimaurer vom York-Ritus und einem Templer-Großmeister
spreche. Ausgelöst durch diesen Film kam es zu neuen Kontakten und
brisanten Entdeckungen, die in meinem Buch „Krieg der Freimaurer“
veröffentlicht werden, welches im Frühjahr 2009 erscheint. Doch dann
schreibe ich auch wieder Bücher mit gänzlich anderen Inhalten. Der
nächste Helsing-Titel kommt diesen Herbst heraus, geschrieben zusammen
mit Stefan Erdmann, in dem wir unsere neuesten Entdeckungen über die
ägyptischen Pyramiden veröffentlichen – der Titel: „Die
Jahrtausendlüge“.
Heute gelten Sie in Esoterik-Kreisen als ebenso erfolgreicher wie
schillernder Verleger und Betreiber des Internet-Senders «secret.TV»,
in dem alle möglichen grenzwissenschaftlichen, esoterischen, aber auch
hochpolitischen Themen behandelt werden. Soviel wir wissen, verbinden
Sie sogar Bekanntschaften mit dem einen oder anderen prominenten
jüdischen Künstler in Deutschland, der aus Rücksicht auf seine Karriere
in diesem Zusammenhang öffentlich leider nicht genannt werden möchte.
Richtig?
So ist es. Und man muß ja nur schauen, wer in unseren Talkshows zu Gast
war – das spricht ja für sich. Wir auf secret.TV zeigen, was andere
verschweigen! Das ist nicht nur Werbung, sondern unser ausgesprochen
ernst gemeinter Anspruch. Und da ist uns die politische oder religiöse
Richtung eines Gesprächspartners egal.
secret.TV ist der kritische Gegenpol zum Mainstream und bietet andere
Sichtweisen aufs Weltgeschehen – sehen Sie sich doch zum Beispiel
einmal unsere Nachrichten, die secret.NEWS, an. Wir können das deshalb,
weil wir unabhängig von den kommerziellen Interessen sind und uns nicht
über Werbung finanzieren. Unser einziger Auftraggeber sind unsere
Abonnenten. Davon abgesehen ist es völlig zweitrangig, ob jemand Jude
ist, Moslem oder Buddhist, oder was weiß ich was. Und ja, es gibt viele
Promis, die meine Bücher gelesen haben – ob das jetzt diverse
Bundesliga-Spieler sind, berühmte Schauspieler oder sogar der
Polizeipräsident eines deutschen Bundeslandes. Klar, daß diese Leute
aufgrund ihrer Karriere (und dem zu erwartenden Meinungsterror) nicht
gerne mit solch einem befleckten Hemd wie dem meinigen gesehen werden
möchten...
Hat die ältere Generation in Deutschland, die derzeit an den
Schalthebeln der Macht waltet, immer noch ein Problem mit ihrer
Vergangenheit? Darf man in Deutschland alles sagen? Und wie denkt die
jüngere Nachkriegs-Generation, der Sie angehören, darüber?
Selbstverständlich darf man in Deutschland NICHT alles sagen. Sie
können sagen, daß George W. Bush oder Jesus Idioten sind, doch wenn man
das gleiche von Mohammed oder Allah behaupten würde, dann wird schnell
offensichtlich, daß Meinungsfreiheit nicht gleich Meinungsfreiheit ist.
Selbiges geschieht mit dem Nationalsozialismus – eine Thematik, die
weniger sachlich, als emotional behandelt wird.
Für Deutsche meines Alters mehr aber für die noch Jüngeren ist es
nur schwer nachvollziehbar, daß man für etwas mitverantwortlich sein
und sich schuldig fühlen soll, an dem man gar nicht beteiligt war, ja
gar nicht beteiligt gewesen sein kann, da man ja noch gar nicht geboren
war. Vielleicht sollten wir zu diesem emotionalen Thema einmal neutrale
jüdische Stimmen hören. Der Sohn des Jahrhundertviolinisten Yehudi
Menuhin, Gerard Menuhin hat hierzu eine durchaus streitbare Ansicht,
ebenso wie der Historiker Norman Finkelstein. Beide sind absolut
lesenswert, aber in Deutschland so gut wie gar nicht beachtet.
Sie sind ein überaus charismatischer Redner. Warum halten Sie öffentlich bis heute keine Vorträge? Und: Wird sich das je ändern?
Ich halte eben nicht so gerne Reden. Ich lebe konsequent nach meinem
Lebensmotto: „Tue das, was Du am besten kannst und was Dir am meisten
Freude bereitet. Und umgebe Dich nur mit Menschen, bei denen es Dir
warm ums Herz wird. Dann hast Du den größtmöglichen Erfolg.“ Und: Ich
mag keine Monologe. Reden zu halten, ist immer eine Einbahnstraße. Ich
will mit den Menschen reden, nicht vor ihnen.
In einem Ihrer extrem raren Interviews erklärten Sie 2004 auf
«phantasieria.de», dass Sie drei Kinder aufgestöbert hätten, bei denen
nachgewiesen worden sein soll, dass sie den Anschlag auf das World
Trade Center bis zu zehn Monate im voraus «gesehen» hätten. «Und diese
Kinder haben natürlich auch für die nächsten Jahre Ereignisse
vorausgesehen, über die ich jedoch noch nicht sprechen möchte.» Haben
sich ihre Prophezeiungen mittlerweile bestätigt?
Nun, wenn diese Kinder recht behalten, haben wir eine Menge vor uns:
Weltregierung, Kriege Naturkatastrophen – die ganze Palette. Ich glaube
aber nicht, daß das in Stein gemeißelt ist.
Aber wer will denn in der heutigen Zeit noch Kriege? Wer steckt denn da dahinter?
Die Interessengruppen, über die ich in meinen Büchern geschrieben habe.
Auf secret.TV habe ich ein Video veröffentlicht, das den amerikanischen
Aufklärer Alex Jones mit dem inzwischen verstorbenen Filmemacher Aaron
Russo zeigt. Russo war mit Nicholas Rockefeller befreundet, der ihm
gegenüber klar äußerte, daß das Chippen der Menschen bereits
durchgeführt wird bzw. nicht mehr abzuwenden ist. Es gibt zweierlei
Mikrochips: den B-Chip, den die Masse bekommt, und den A-Chip, den die
Insider tragen und damit außerordentliche Privilegien erhalten – man
wird an der Grenze durchgewunken, die Steuerfahndung bleibt außen vor
usw... Der A-Chip ist so eine Art elektronischer Diplomatenpaß.
Nicholas Rockefeller hat klar zu verstehen gegeben, daß der „Krieg
gegen den Terror“ ein Riesenschwindel ist und hat dabei höhnisch
gelacht. Wenn Rockefeller kein Insider ist, wer dann? Ich selbst hatte
die Gelegenheit, einen dieser Leute, dieser Insider, im persönlichen
Gespräch tiefergehend zu befragen und wir kamen zu der Erkenntnis, daß
wir zwar ähnliche Ziele, aber andere Vorgehensweisen haben. Das Ziel
ist, eines Tages globalen Frieden zu haben. Diese Hintergrundmächte
sagen: „Die meisten Menschen sind bequem und dazu noch ignorant. Wenn
es nach der Masse geht, ändert sich nie etwas. Deshalb müssen „wir“ die
Sache in die Hand nehmen und die Menschen führen – durch eine globale
Regierung oder einen globalen Herrscher“. Ich sehe das ähnlich, nur,
daß ich als Anführer eine spirituell und geistig reife Person
bevorzuge, die die Menschen anleitet, es vorlebt, und wie ein Vater
sein Kind bei der Hand nimmt.
Warum?
Weil ich den einzelnen Mensch – egal welcher Abstammung – als ein vom
göttlichen Geist beseeltes Individuum ansehe, das auf der Erde weilt,
um einen Lernprozeß zu vollziehen. Der Illuminat hingegen zeigt sich
eher eiskalt und sagt, daß diverse Volksgruppen, die „nutzlosen Esser“
weg müssen, da sie unnötiger Ballast auf der Erde sind. Und es sind
diese Hintergrundmächte, nach deren Pfeife die Politiker (ob Berlin,
Brüssel oder Washington) tanzen.
Tja, über solche unbequeme Themen schreibe ich und möchte damit den
Menschen die Möglichkeit geben, sich Gedanken darüber zu machen und
Entscheidungen zu treffen, Entscheidungen für ihr eigenes Leben.
Vielleicht habe ich ja Unrecht und die Illuminati machen genau das
richtige, vielleicht haben sie eine brutale, aber wirksame Lösung für
die Probleme auf der Welt. Vielleicht habe aber auch ich eine Richtung
aufgezeigt, die hier auf friedliche Weise umgesetzt werden kann.
Schon seit geraumer Zeit ist Ihr neues Werk „Das 1-Million-Euro-Buch“
angekündigt. Was ist der Grund für die Verzögerung und worum geht es
darin?
Das Buch handelt im wesentlichen von der Kunst, die Kraft seiner
Gedanken sinnvoll einzusetzen, alte Programme – von den Eltern und
Großeltern, die unser Leben blockieren – aufzulösen und somit mehr
Erfolg in unser Leben zu lassen. Vor allem geht es aber darum, die
Kommunikation mit dem Feinstofflichen im täglichen Leben einzusetzen.
Ich hatte mit 19 Jahren schon mal einen schweren Autounfall, bei dem
ich für etwa 15 Minuten bewußtlos war und aus dem Körper austrat. In
dieser Zeit sah ich meinen Lebensfilm, sah mich im Mutterleib, dann im
Leben davor. Und es sprach eine Stimme zu mir und erklärte mir das eine
oder andere. Ich nenne sie einfach einmal den „Schutzengel“. Und mir
wurde klar, wenn dieses Wesen zu diesem Zeitpunkt zu mir spricht, auch
im alltäglichen Leben eine Kommunikation möglich sein muß.
Das habe ich geübt und nutze es bis zum heutigen Tag – in allen
Lebensbelangen. Dies ist das große Geheimnis des Jan van Helsing. Es
ist aber eigentlich gar nichts besonderes, da jeder Mensch auf diesem
Planeten dies könnte. Die meisten lachen aber über so etwas.
Das ist deren gutes Recht. Aber es gibt Menschen, die so etwas auch gerne nutzen möchten. Denen ist mein Buch gewidmet.
Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis das Buch erscheint, da
ich selbst noch etwas zu „lösen“ habe. Wenn das gelungen ist, dann kann
ich auch noch wesentlich authentischer schreiben und das Buch
vollenden.
Ihr Lebensmotto?
Zum einen: Niemals aufgeben. Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt
von irgendwo ein Lichtlein her. Und zum anderen: Du bist nie allein
(bezieht sich auf den Schutzengel)!
Das Interview führte der Herausgeber des Mysteries-Magazin Luc Bürgin im August 2008.
www.mysteries-magazin.com
Jan van Helsing in Kairo