Zugleich vergaßen sie unter dem
Eindruck des DDR-Aufstandes vom 17. Juni 1953 aber auch die Deutsche Frage
nicht.
Dutschke und Rabehl gehörten zu denen der Studentenrevolte, die weder von östlichen,
westlichen oder südlichen Geheimdiensten eingekauft wurden. Die HVA
(Hauptverwaltung Aufklärung der Stasi) bezeichnete sie als „unsteuerbar, zu
keiner Kooperation bereit, strikt antisowjetisch“.
Mit den Schüssen auf Rudi Dutschke vor 40 Jahren wurde die zentrale Klammer und
der charismatische Führer der Studentenrevolte „herausgeschossen“ und zugleich
das nationale Element eliminiert. Sein späterer, bis heute nicht wirklich
geklärter Tod in der Badewanne zehn Jahre später verhinderte sein politisches
Comeback bei den Grünen und damit deren nationalrevolutionäre Ausrichtung und
machte den Weg frei für die, die einst gegen Vietnam protestierten und später
an der Seite USA Krieg führten.
Rabehl und Dutschke stehen für die
verratenen, die antiimperialistischen, patriotischen und radikal freiheitlichen
Wurzeln der Studentenrevolte. Sie stehen für eine politische Chance, die
Deutschland als Ganzes vertan hat.
Prof. Rabehl ermöglicht einen ganz anderen Einblick in die 68-Revolte als die, die man heute allenorten präsentiert bekommt.
Länge: 56 min