Der Filmemacher Frieder Wagner hat mit seinem Film „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“ gegen ein Tabu verstoßen: Er durchbrach das Schweigen der Medien über die Folgen von Depleted Uranium, jener Uranmunition, die...
seitens der USA und Großbritanniens seit bald zwei Jahrzehnten als panzerbrechende Munition eingesetzt wird und aufgrund ihrer Radioaktivität schlimmste gesundheitliche Folgen für Freund und Feind hat.
Wagners Film, der zwar mit dem Europäischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, gilt als antiamerikanisch – und schon traut sich hierzulande kein Verleih, den Film in die Kinos zu bringen.
Urangeschosse haben nämlich neben ihrer militärischen Funktion einen teuflischen Nebe-neffekt: Durch ihren Einsatz entstehen Uranpartikel, die als Uranstaub in die Umgebungs-luft gelangen. Menschen, die sich am Kriegsschauplatz oder in der Nähe aufhalten, atmen diese giftigen Stäube ein.
Und während hierzulande Politik wie Medien die Folgen des Uranwaffeneinsatzes ver-schweigen, ist bewiesen, daß das Pentagon schon lange um die gesundheitlichen Risiken (Krebs, schlimmste Mißbildungen) wußte, die von uranhaltiger Munition ausgehen.
Frieder Wagner klares Fazit: Der Einsatz dieser Waffe sei ein Kriegsverbrechen. Sie sei radioaktiv und hochgiftig. Und Giftwaffen seien nach dem Völkerrecht verboten. Wenn der Einsatz der Uran-Munition aber ein Kriegsverbrechen sei, dann gehörten Bush, Rumsfeld, Cheney, Blair und Konsorten vor ein Kriegsverbrechertribunal. „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ seien seit dem Nürnberger Prozeß 1946 ein Kriegsverbrechen und müßten daher abgeurteilt werden.