Kritische Uranbelastung in 13 Bundesländern der BRD
Uran belastet Trink- und Mineralwasser – teilweise so stark, dass gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen sind. Was die Bundesregierung als Höchstgrenze plant, ist nach dem Stand der Wissenschaft viel zu hoch angesetzt.
Das Problem ist seit langem bekannt, doch noch immer fließt in Deutschland Trinkwasser aus den Hähnen, das bedenklich hoch mit Uran belastet ist. In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz teilweise sogar mit mehr als 10 Mikrogramm Uran pro Liter – dieser Wert sollte laut behördlichem "Leitwert" nicht überschritten werden. In acht weiteren Bundesländern liegen bei den Behörden erfragten Werte liegen über 2 Mikrogramm und sind insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder nicht sicher. Gefährlich ist das Schwermetall Uran nicht wegen seiner Radioaktivität, sondern wegen seiner chemischen Giftigkeit. Hohe Belastungen können zu einer Schädigung der Nieren führen.
Uran im Trinkwasser
foodwatch hatte im August 2008 schon einmal Werte zur Uranbelastung von Trinkwasser veröffentlicht. Damals kündigte die Bundesregierung an, zu handeln und einen Grenzwert festzulegen. Mehr als ein Jahr danach lässt der Grenzwert noch immer auf sich warten – und für Mineralwasser hält ihn die Bundesregierung nicht einmal für erforderlich, obwohl auch hier die Uranbelastung zu hoch ist.
Jedes achte Mineralwasser enthält zu viel Uran
Im Mai 2009 veröffentlichte foodwatch eine Liste mit 825 Uran-Messdaten von 435 Mineralwasser-Marken – mit Angaben von Behörden und Herstellern sowie Ergebnissen einer eigenen Laboranalyse. Das Ergebnis: Jedes achte Mineralwasser ist kritisch hoch mit Uran belastet, 104 Messdaten von 55 Marken lagen über zwei Mikrogramm pro Liter. Diese Schwelle gilt als gesetzlicher Höchstwert für Wässer, die mit dem Hinweis "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ beworben werden. Der Bundesrat hatte diesen Höchstwert Ende 2006 nach einer Initiative von foodwatch aus Gründen der Gesundheitsvorsorge durchgesetzt.
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