#31 (permalink)  
Alt 01.09.2009, 10:42
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Standard Inglourious Basterds

Zitat Redaktion:
Wenn Tarantino das nun umdreht und nicht die Nazis quälen, sondern gequält werden, ist das doch mal ne willkommene Abwechslung in einem ansonsten eher gestrigen Genre.

Eine willkommene Abwechslung?
Das sich gewisse Kreise daran aufgeilen ist mir auch klar!
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  #32 (permalink)  
Alt 01.09.2009, 10:49
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Standard Amerika

Übrigens:
Im gemeinen Amerika der 30er,40er Jahre galt doch die gesamte Wehrmacht
als Nazi´s
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  #33 (permalink)  
Alt 01.09.2009, 11:03
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Eine willkommene Abwechslung ist es, dass die Juden nicht die Opferrolle einnehmen und sich zumindest in dem Film von dieser ewigen Opferzuschreibung emanzipieren könn(t)en.
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  #34 (permalink)  
Alt 01.09.2009, 11:17
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Standard So hab ich es noch nicht gesehen-Danke

Auf Emanzipation der Juden wär ich wirklich nicht gekommen.
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  #35 (permalink)  
Alt 07.09.2009, 10:16
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Also, ich habe mir den Film nun angekuckt und mich 2 einhalb Stunden gut unterhalten lassen. Wer nur den Trailer kennt, ist mit einer Abschlachtorgie auf dem falschen Weg. Er ist zwar gewalttätig, aber längst nicht so sehr wie befürchtet. Die Dialoge tragen die Handlung, nicht die Gewaltszenen.
Deutschenhetze steht nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es eine Charakterstudie eines Judenjägers, den Christoph Waltz vortrefflich spielt. Das eigentliche Thema dieses Meta-Films ist aber die Macht des Kinos selbst, der reflexive Versuch im und als Film die Geschichte gewissermaßen doppelt zu ändern. Die Aufregung ist also größtenteils unbegründet.
Selbst der Vorwurf des jüdisch kontrollierten Hollywoods wird ironisch in der Handlung aufgegriffen ("Goebbels will ein eigenes deutsches Kino gegen Hollywood und die Juden etablieren. Ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin, dem Film. Wie schlägt er sich denn?").
Cineastisch kann man natürlich einiges bemängeln, trotzdem der beste Tarantino seit Pulp Fiction.

Geändert von Redaktion (07.09.2009 um 10:19 Uhr)
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  #36 (permalink)  
Alt 07.09.2009, 10:25
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Zitat:
Zitat von Redaktion Beitrag anzeigen
Also, ich habe mir den Film nun angekuckt und mich 2 einhalb Stunden gut unterhalten lassen. Wer nur den Trailer kennt, ist mit einer Abschlachtorgie auf dem falschen Weg. Er ist zwar gewalttätig, aber längst nicht so sehr wie befürchtet. Die Dialoge tragen die Handlung, nicht die Gewaltszenen.
Deutschenhetze steht nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es eine Charakterstudie eines Judenjägers, den Christoph Waltz vortrefflich spielt. Das eigentliche Thema dieses Meta-Films ist aber die Macht des Kinos selbst, der reflexive Versuch im und als Film die Geschichte gewissermaßen doppelt zu ändern. Die Aufregung ist also größtenteils unbegründet.
Selbst der Vorwurf des jüdisch kontrollierten Hollywoods wird ironisch in der Handlung aufgegriffen ("Goebbels will ein eigenes deutsches Kino gegen Hollywood und die Juden etablieren. Ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin, dem Film. Wie schlägt er sich denn?").
Cineastisch kann man natürlich einiges bemängeln, trotzdem der beste Tarantino seit Pulp Fiction.
Daß der Jude G. einen Gegenentwurf zu Hollywood nicht nur im Sinn hatte, sondern ja auch umsetzte, ist eh amüsant
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  #37 (permalink)  
Alt 07.09.2009, 10:31
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Zitat:
Zitat von ChristJan Beitrag anzeigen
Daß der Jude G. einen Gegenentwurf zu Hollywood nicht nur im Sinn hatte, sondern ja auch umsetzte, ist eh amüsant
Wer sich da weiter amüsieren will, dem sei das Hörbuch "Die merkwürdigen Jazz-Abenteuer des Herrn Lehmann" empfohlen, welches vollständig von der ehemaligen DDR-"Goebbels-Synchron-Stimme" gesprochen wird.

Herrliche Szene zum Beispiel, wo - natürlich vollkommen fiktiv! - Herr Lehmann und Herr Goebbels gemeinsam Radio hören und die verschiedensten Musiken von Marsch bis Sinfonie, von Schlager bis Jazz kommentieren - und sich Goebbels letztendlich outet, regelmäßig von seinem jüdischen Onkel aus Amerika die neuesten Jazzplatten geschickt zu bekommen! Wenn das der Führer wüßte... hahahahaha!!!

Aber daß der Dingens auch ... war, darf man ja nicht laut sagen
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  #38 (permalink)  
Alt 07.09.2009, 10:48
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Ich befürworte ja grundsätzlich Humor, wobei Selbstachtung und selbst Achtung dem Feind gegenüber besser nicht zu kurz kommen sollten.

Es freut mich für Dich, Redaktion, daß Du Dich von dem Film gut unterhalten lassen konntest. Ich werde ihn mir dennoch nicht anschauen, obwohl ich vermute, daß irgendjemand die Oberfläche dieses Film dazu genutzt hat, den Menschen einige Wahrheiten dahinter zu verstecken und unterzujubeln. Aber da wird nichts sein, was ich nicht von woanders kenne, und ich muß nicht jeden Code auf Erden entschlüsseln, um dahinter eh wieder auf Bekanntes zu stoßen.

----

Ansonsten gibt´s vielleicht auch amüsantere Dinge im Leben als Propaganda aller Lager...

Nicht wahr?!?

Geändert von ChristJan (07.09.2009 um 11:24 Uhr)
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