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Alt 04.12.2009, 13:18
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Standard Lust statt Spaß

Ha, nein hier geht es mal nicht um Sex.

No Sex please, we are British...
Nö sind wir nicht, sondern Deutsch und sind nicht so prüde, aber wie gesagt darum geht es jetzt nicht.

Beim lesen alter Schriften aus vergangenen Jahrhunderten fällt auf, daß das Wort Spaß nur sehr selten, und wenn dann nur sehr eingegrenzt, im eigentlichen Wortsinn Zerstreuung, Vergnügen verwendung findet.
Der "Spaßmacher/Possenreißer" war ein nicht ernstzunehmender Zeitgenosse, ein Narr -> Hofnarr.

Stattdessen wurde häufig das Wort Lust dafür verwendet wo wir heute Spaß benutzen.
Lust ist der ernsthafte Ausdruck für Wohlgefallen, Freude, Verlangen.
Spaß stammt aus dem italienischen, Lust dagegen ist urgermanisch.
Man hatte bspw. keinen Spaß an der Arbeit, sondern, wenn man sie gernte tat, Lust daran.

Hätte ein suchender Lehrbursche in früherer Zeit sich bei einem Meister mit der Formulierung: "Ich suche eine Arbeit die mir Spaß macht" oder "ich will Spaß an der Arbeit haben" beworben, wäre er sicher nicht genommen worden.
Als oberflächlich, nicht ernsthaft wäre er angesehen worden.

Heute wird das Wort Lust aber fast nur noch im Zusammenhang mit Sexualitat verwendet.
Lust hat einen negativen Charakter bekommen. Z.B. Esslust wird kaum in einem positiven Kontext verwendet.
Häufiger wird Lust noch beim Wort Unlust verwendet, hier eben auch nur mit negativem Vorzeichen.
Die Verwendung des Wortes ist also fast nur noch auf archaische Aspekte mit unterschwellig negativer Bedeutung beschränkt.

Dagegen hat das ursprünglich narrenhafte Spaß eine hohen Stellenwert erhalten.

Woran liegt daß?

Zufall? Wort/Bedeutungsverschiebung durch Sprachevolution im Laufe der Zeit?

Bei näherem hinsehen, denke ich das nicht.
Aber, ist man paranoid, wenn man die Machenschaften und das Vorgehen einer die Meschen fehlleitenden Elite kennt und durchschaut hat, und dies zunächst überall hinter den Geschehnissen vermutet und es dann auch vermeintlich findet??

Das hat Methode, das ergibt Sinn.
Wir leben heute in einer sogenannten Spaßgesellschaft, jeder hat schon davon gehört.
Wenn man die Bedeutung des Wortes Spaß dafür einsetzt, dann ist es es eine Narrengesellschaft, ein Tollhaus.

Da haben wir zwei Dinge um die es geht:
Zum ersten die Verdrängung des Wortes Lust und dessen Ersetzung durch Spaß.
Dabei ist aber die Bedeutung von Lust nicht einfach auf Spaß übergegangen, nein Spaß hat unterschwellig seine Bedeutung erhalten. Die urspüngliche Bedeutung des Wortes Lust dagegen ist kaum mehr von Relevanz. Dieses Denken, dieses Verständniss, diese Wesen ist zum größten Teil schlichtweg ausradiert worden.

Es war die ehrliche, ernste Freude, das Wohlgefallen, an Dingen und Handeln.
Sicher haben unsere Urahnen auch gelacht und waren freudig Ausgelassen und haben gefeiert.
Aber eben nicht narrenhaft, töricht wie es Spaß impliziert.

Mit dem Spaß kamen leere Lebensinhalte, das Leben besteht aus Jux und Tollerei. Oberflächlichkeit und Vergänglichkeit sind symtomatisch für diese Zeit.

Das zweite ist daß solche niederen, leeren, wertlosen Anschauungen und Hülsen mittles eines Tricks an den Mann bzw. Frau gebracht werden:
-Spaß muss sein
-ich will MEINEN Spaß haben

Jeder kennt diese Phrasen.
Diese transportieren Manipulation. -> siehe Threat "Den Kopf voll"
Sie implizieren, ich habe ein Recht auf Spaß. Es ist was meiniges.
Jeder will das was ihm vermeintlich zusteht ja auch haben und nutzen.
Dies ist der Tick. Man muß nur einen Anspruch darum herum aufbauen, schon wills jeder haben und mitmachen.
Es wird zu etwas Wertvollem.

Ein Beispiel dazu.
Überall an und in den Arbeitsstellen haben wir manipulative, aufputschende Beleuchtung. Leuchtstofflampen die einen aufputschen, antreiben und dazu auch das Sehen verschlechtern.
Ich habe es daher gerne etwas gedämpfter. Mache ich aber an meinem Arbeitsplatz das Licht aus, wollen die lieben naiven Kollegen IHR Licht wieder haben. Es steht ihnen ja zu. Wie komme ich dazu ihnen IHR Licht zu nehmen.
Ein eingebleuter, konstruierter Anspruch, der die Leute dazu verleitet auch schlechtes anzunehmen, ja sie es geradezu selbst fordern lässt.

Nun wozu solls dienen?

Ablenkung!

Spaß ist im wortsinne Ablenkung, Kurzweil.
Der Mensch soll nicht mehr zur Besinnung kommen, ständig abgelenkt sein, das wesentliche aus den Augen verlieren.

Ich denke das ist auch ein Beispiel für so viele Dinge die uns im Laufe der Jahrtausende "ausgetrieben" wurden, die wir verloren haben auf dem Weg zum vollgesteuerten, Dienstidioten.

Ich Grüße Euch,
Artor

P.s.: Das System ist perfekt. Im Mittelalter haben Narren eine Narrenkappe getragen. Auch das ist übernommen, man schaue sich nur die Spaßvögel unserer Gesellschaft auch in Bezug auf ihre Kleidung und Frisur an ;-))
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Alt 04.12.2009, 14:04
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Gibt es da ne Quelle, auch zum weiteren Nachlesen?
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Alt 04.12.2009, 14:54
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Zitat:
Zitat von K_Richter Beitrag anzeigen
Gibt es da ne Quelle, auch zum weiteren Nachlesen?
Hallo,
falls Du damit meinst ich hätte das abgeschrieben, nein.

Es ist alleine meine Anschaung und Einschätzung..

Gruß Artor
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  #4 (permalink)  
Alt 04.12.2009, 16:51
sgb sgb ist offline
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Hallo Artor,

also deinen Ausführungen kann ich im Wesentlichen zustimmen. Ich empfinde das ähnlich. Es gibt einen beträchtlichen Unterschied zwischen Lust/Freude einerseits und Spaß/Vergnügen andererseits. Allerdings würde ich die semantische Entwicklung des Wortes Lust von der allgemeinen sittlichen Verwilderung unterscheiden. Es kann ja durchaus einen Zusammenhang geben zwischen der negativen Konnotierung des Wortes Lust und der gesellschaftlichen Entwicklung, aber das heißt nicht zwangsläufig, dass dieser Zusammenhang kausaler Natur ist. Man denke nur an die semantische Entwicklung des Wortes Eitelkeit, dass ursprünglich Vergänglichkeit bedeutete und heute Gefallsucht. Hinter der etymologischen Entwicklung von Wörtern muss nicht notwendigerweise ein politisches Kalkül stecken.

Ein Narrentum aus gewissermaßen eigener Legitimation hat es immer gegeben, einzig neu ist das besondere Ausmaß, das es angenommen hat. Dies hat aber auch damit zu tun, dass es kaum noch angekreidet wird, weil die Kräfte, die in der Vergangenheit dagegengehalten haben, wie die Katholische Kirche oder später auch das klassische Bildungsbürgertum, sehr schwach geworden sind. Im Rom der letzten Kaiser war der Glaubens- und Sittenverfall ähnlich, und auch hier gab es zuvor grenzenlosen Optimismus - "Brot und Spiele", wie es hieß -, Dekadenz usw. - eine "Spaßgesellschaft", wenn du so willst. Es gibt also durchaus historische Beispiele dafür, dass es sich hier um ein Symptom einer zerfallenden Kultur handelt.

In seinem Buch Das Narrenschiff (1494) kreidete Sebastian Brant schon damals all die schlechten Sitten an, unter denen wir heute leiden. Er beobachtete ihre Verbreitung und beschrieb sie in seinem Buch mit erstaunlicher analytischer Schärfe. Falls dir dieses Buch noch unbekannt ist, möchte ich es dir sehr empfehlen. Es ist von erschreckender Aktualität und beweist, dass es schon früher, lange vor dem Aufkommen des Konzepts einer weltregierenden Elite, eine massive gesellschaftliche Tendenz zu geben schien, sich im Schmutz eines Narrentums zu suhlen. Auch bei Erasmus von Rotterdam (Lob der Torheit, 1509) und später bei Shakespeare finden sich Hinweise darauf, dass das, was du ansprichst, nicht neu ist. Inwieweit es zu solch sittenwidrigen Zuständen kam, war stets davon abhängig, wie stark die Kräfte waren, die ein tugendhaftes Verhalten förderten. Aber leider hat ja auch dieses Wort viel von seiner ursprünglichen Bedeutung verloren.

Lieben Gruß,
das Gänseblümchen
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Alt 04.12.2009, 17:56
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Hallo Gänseblümchen,

ich stimme Dir insofern auch zu und kenne die Geschichte vom Zusammenhang der überhandnehmenden Dekadenz und dem Untergang von Großreichen.
Das hat es tatsächlich immer wieder gegeben.

Nur, gehe ich nicht davon aus daß diese Bestrebungen eine ganze Gesellschaft in die Dekadenz zu treiben, wie Du es nennst, natürlich und zwangsläufig sind.
Ich erkenne darin durchaus politischen Willen.
Die Förderung dieser Strömungen, deren zielgerichtete Verbreitung durch die Medien ist unübersehbar.
Andererseits ebenso die Unterdrückung der natürlichen Wahrheiten, bis hin zum Gesinnungsstrafrecht.
Auch denke ich daß die Konzeption nicht neueren Ursprungs ist, die Geschichte beweisst es ja wie Du ausgeführt hast.
Um zum Punkt zu kommen, ich sehe die weltbeherschende Elite heute nur als die Fortführung einer bereits seit der frühesten Antike auftretenden Kraft, welche seitdem kontinuierlich auf die Menschheit einwirkt.
Mit steigender Technologisierung hat sich deren Wirkungsradius nur vergrößert und heute ist es soweit daß der komplette Globus erfasst und unterworfen werden kann. Das ist das Endziel gewesen und war schon vor Jahrtausenden geplant und wurde immer verfolgt.

Und auch wenn ich mich jetzt der Empörung aussetzte, es ist daß was uns als Gott bekannt ist.

Ich grüße Dich auch lieb!
Artor
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  #6 (permalink)  
Alt 04.12.2009, 18:35
sgb sgb ist offline
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Hallo Artor,

deinen letzten Satz habe ich inhaltlich nicht verstanden. Was meinst du damit, wenn du sagst, dass es das ist, was uns "als Gott bekannt" ist?

Lieben Gruß,
Gänseblümchen
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  #7 (permalink)  
Alt 04.12.2009, 18:50
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Ja die Maya erbten ja evtl. auch das Wissen von Atlantis, den aus Sibirien hatten sie es nicht Und die zwei atlantischen Bruderschaften sind ja bekannt. siehe Video Filmarchiv Beitrag 4.
Zitat:
Jetzt kommt die eigentliche Frage: Hab einen interressanten Film bzw. Doku angesehen, wo gesagt, wird, das die zwei Bruderschaften von Atlantis: Die Bruderschaft von Agarthi und die Bruderschaft von Schambala die Kultur von Atlantis mit genommen haben, aber die Bruderschaft von Schambala, die von den Hebräern regiert wird über die Brüderschaft von Agarthie die den Aremeern zu getan ist, herrscht.
Im Film wurde das so gebracht, das Jesus der Messias kommt, und die Bruderschaft der Schlange ablösen sollte, deshalb lies auch Herodes alle Jungen töten.
So gesehen wäre Jesus Agarthie zu getan oder?
Daraus resultierte meine Frage ob Jesus auch in das Reich von Schambala eintreten dürfte?

PS: Am Schluß wurde gesagt, daß diese Bruderschaften nicht im Äusseren zu bekämpfen sind, sondern in uns selbst!
Jesus Schambala? [Archiv] - Esoterik-Forum

Die Priester von Atlantis wußten wann auch die nächste Zivilisation zugrunde geht. Diese Zeit ist gekommen, wie Artor Du richtig schreibst, jetzt durch die technischen Mittel global agiert werden kann. Technologischer Fortschritt ist nämlich keine Kulturleistung , sondern eine Art Zeitmesser, ist ein bestimmtes Niveau erreicht, finden bestimmte festgelegte Prozesse statt, also quasi Meilensteine. Deshalb wird auch das Internet als www=666 gedeutet, obwohl es ja etwas nicht diabolisches ist (mal von ein paar Schmutzseiten wie wikipedia etc. abgesehen), aber dessen Entwicklung im Raum 404 im CERN zeigt eine beginnende Periode an, wo sich positive (999, Leuten die nicht in Mangel denken und das Spiegelgesetz anwenden) als auch negative Energien (666, "Krieger des Lichts") verstärken können.

Geändert von K_Richter (04.12.2009 um 18:56 Uhr)
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  #8 (permalink)  
Alt 05.12.2009, 23:26
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Zitat:
Zitat von artor Beitrag anzeigen
Ha, nein hier geht es mal nicht um Sex.

No Sex please, we are British...
Nö sind wir nicht, sondern Deutsch und sind nicht so prüde, aber wie gesagt darum geht es jetzt nicht.

Beim lesen alter Schriften aus vergangenen Jahrhunderten fällt auf, daß das Wort Spaß nur sehr selten, und wenn dann nur sehr eingegrenzt, im eigentlichen Wortsinn Zerstreuung, Vergnügen verwendung findet.
Der "Spaßmacher/Possenreißer" war ein nicht ernstzunehmender Zeitgenosse, ein Narr -> Hofnarr.

Stattdessen wurde häufig das Wort Lust dafür verwendet wo wir heute Spaß benutzen.
Lust ist der ernsthafte Ausdruck für Wohlgefallen, Freude, Verlangen.
Spaß stammt aus dem italienischen, Lust dagegen ist urgermanisch.
Man hatte bspw. keinen Spaß an der Arbeit, sondern, wenn man sie gernte tat, Lust daran.

Hätte ein suchender Lehrbursche in früherer Zeit sich bei einem Meister mit der Formulierung: "Ich suche eine Arbeit die mir Spaß macht" oder "ich will Spaß an der Arbeit haben" beworben, wäre er sicher nicht genommen worden.
Als oberflächlich, nicht ernsthaft wäre er angesehen worden.

Heute wird das Wort Lust aber fast nur noch im Zusammenhang mit Sexualitat verwendet.
Lust hat einen negativen Charakter bekommen. Z.B. Esslust wird kaum in einem positiven Kontext verwendet.
Häufiger wird Lust noch beim Wort Unlust verwendet, hier eben auch nur mit negativem Vorzeichen.
Die Verwendung des Wortes ist also fast nur noch auf archaische Aspekte mit unterschwellig negativer Bedeutung beschränkt.

Dagegen hat das ursprünglich narrenhafte Spaß eine hohen Stellenwert erhalten.

Woran liegt daß?

Zufall? Wort/Bedeutungsverschiebung durch Sprachevolution im Laufe der Zeit?

Bei näherem hinsehen, denke ich das nicht.
Aber, ist man paranoid, wenn man die Machenschaften und das Vorgehen einer die Meschen fehlleitenden Elite kennt und durchschaut hat, und dies zunächst überall hinter den Geschehnissen vermutet und es dann auch vermeintlich findet??

Das hat Methode, das ergibt Sinn.
Wir leben heute in einer sogenannten Spaßgesellschaft, jeder hat schon davon gehört.
Wenn man die Bedeutung des Wortes Spaß dafür einsetzt, dann ist es es eine Narrengesellschaft, ein Tollhaus.

Da haben wir zwei Dinge um die es geht:
Zum ersten die Verdrängung des Wortes Lust und dessen Ersetzung durch Spaß.
Dabei ist aber die Bedeutung von Lust nicht einfach auf Spaß übergegangen, nein Spaß hat unterschwellig seine Bedeutung erhalten. Die urspüngliche Bedeutung des Wortes Lust dagegen ist kaum mehr von Relevanz. Dieses Denken, dieses Verständniss, diese Wesen ist zum größten Teil schlichtweg ausradiert worden.

Es war die ehrliche, ernste Freude, das Wohlgefallen, an Dingen und Handeln.
Sicher haben unsere Urahnen auch gelacht und waren freudig Ausgelassen und haben gefeiert.
Aber eben nicht narrenhaft, töricht wie es Spaß impliziert.

Mit dem Spaß kamen leere Lebensinhalte, das Leben besteht aus Jux und Tollerei. Oberflächlichkeit und Vergänglichkeit sind symtomatisch für diese Zeit.

Das zweite ist daß solche niederen, leeren, wertlosen Anschauungen und Hülsen mittles eines Tricks an den Mann bzw. Frau gebracht werden:
-Spaß muss sein
-ich will MEINEN Spaß haben

Jeder kennt diese Phrasen.
Diese transportieren Manipulation. -> siehe Threat "Den Kopf voll"
Sie implizieren, ich habe ein Recht auf Spaß. Es ist was meiniges.
Jeder will das was ihm vermeintlich zusteht ja auch haben und nutzen.
Dies ist der Tick. Man muß nur einen Anspruch darum herum aufbauen, schon wills jeder haben und mitmachen.
Es wird zu etwas Wertvollem.

Ein Beispiel dazu.
Überall an und in den Arbeitsstellen haben wir manipulative, aufputschende Beleuchtung. Leuchtstofflampen die einen aufputschen, antreiben und dazu auch das Sehen verschlechtern.
Ich habe es daher gerne etwas gedämpfter. Mache ich aber an meinem Arbeitsplatz das Licht aus, wollen die lieben naiven Kollegen IHR Licht wieder haben. Es steht ihnen ja zu. Wie komme ich dazu ihnen IHR Licht zu nehmen.
Ein eingebleuter, konstruierter Anspruch, der die Leute dazu verleitet auch schlechtes anzunehmen, ja sie es geradezu selbst fordern lässt.

Nun wozu solls dienen?

Ablenkung!

Spaß ist im wortsinne Ablenkung, Kurzweil.
Der Mensch soll nicht mehr zur Besinnung kommen, ständig abgelenkt sein, das wesentliche aus den Augen verlieren.

Ich denke das ist auch ein Beispiel für so viele Dinge die uns im Laufe der Jahrtausende "ausgetrieben" wurden, die wir verloren haben auf dem Weg zum vollgesteuerten, Dienstidioten.

Ich Grüße Euch,
Artor

P.s.: Das System ist perfekt. Im Mittelalter haben Narren eine Narrenkappe getragen. Auch das ist übernommen, man schaue sich nur die Spaßvögel unserer Gesellschaft auch in Bezug auf ihre Kleidung und Frisur an ;-))
Vielen Dank, Artor!

Einer der besten Forumsbeiträge seit Langem, der mich am Freitag gedanklich sehr beschäftigte.

Gegen Spaß (ganz sicher eine oberflächliche Angelegenheit wie der gesamte "Stiefel"!) ist ja zwischendurch nix einzuwenden, wenn man nicht sein gesamtes Sein nur im "Tralala" verbringt.

Ich persönlich hatte bisher immer für mich zwischen den Begriffen Spaß (Oberflächlichkeit) und Freude/Lebensfreude (Tiefgründigkeit) unterschieden, gebe Dir allerdings recht, daß der Begriff "Lust" besser geeignet ist, die Motivation und Antriebsenergie, ja den Antrieb selbst zu beschreiben. Freude/Lebensfreude ist dann erst eine Folge der Lust.

Gute Nacht und liebe Grüße!
ChristJan
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  #9 (permalink)  
Alt 05.12.2009, 23:36
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P.S.:

daß die Spaßgesellschaft, das Tollhaus, gewollt ist, ist für mich völlig unstrittig. Die Hinlenkung zur Oberflächlichkeit, die sich auch in Spiritualität und Esoterik wiederfindet, dient zweifelsfrei der Ablenkung.
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  #10 (permalink)  
Alt 06.12.2009, 00:05
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Zitat:
Zitat von ChristJan Beitrag anzeigen
P.S.:

Die Hinlenkung zur Oberflächlichkeit, die sich auch in Spiritualität und Esoterik wiederfindet, dient zweifelsfrei der Ablenkung.
Hey der Mann kennt sich aus!!!

NEW AGE ect. fallern darunter!!! Kennt einer von euch das Buch "Bestellungen beim Universum"? Als wenn das alles so leicht gehen würde. Ey was für ein billiger ESO - Schund den Leuten angedreht wird ist schon der Hammer!!

Ich kann New age nicht ab haben!! Ganz ehrlich!! Weil ich weiß das das alles nicht so ist und so nicht stimmt!!! Über Pseudo -Channelings findet man Regale voll!!! Das ist äußerst Unseriös!! So mancher Psudo - guru will da auch sein Geld mit machen!! Die Leute sind echt die Pest alter!!
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