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Was ich schon sagte: ich halte seinen Roman "Tomy & der Planet der Lügen" nicht für seine geschickteste Handlung.
Sicherlich ist es nur ein Roman und kein Sachbuch - von daher muß man daran nicht die Ansprüche stellen, die man an ein Sachbuch zu stellen hätte, und es ist im Roman dichterische Freiheit möglich. Obwohl er ja durchblicken läßt (wie bei Ernstings "Der Tag, an dem die Götter starben", wo EvD das Vorwort schrieb und im Roman als "Erich von X" in Erscheinung tritt), daß dem Roman ein reales Geschehen zugrunde liegt. Allerdings ist es dann verwunderlich, daß sich die Staatsanwaltschaft noch nicht für die in "Tomy..." geschilderten Todesfälle interessiert. Es ist in "Tomy..." ähnlich wie bei S.s Texten: es steht manches Wahre drin, ist aber so verpackt, daß auch Leute wie wir, die wir viel für möglich halten und diesen Dingen gegenüber aufgeschlossener sind als andere Menschen, nicht alles widerspruchslos schlucken müssen. Und Lebenswerk hin oder her - ein respektables Lebenswerk ist kein Freibrief für Narrenfreiheit. Wenn ich als Musiker früher jahrelang dufte Konzerte gegeben und mehere dufte CDs produziert habe, aber jetzt irgendeine Scheiße rausbringe oder auf der Bühne verkacke, dann kann ich das auch nicht mit meinem Lebenswerk entschuldigen. Nun ist "Tomy..." sicherlich auch eine Verschlüsselung von Informationen, die man ggf. nicht offen ausspricht, aber es ist mir noch nicht umfassend genug klar, worum es sich dabei handelt. Wer von uns außer mir hat das Buch denn schon gelesen? Geändert von ChristJan (09.07.2009 um 16:54 Uhr) |
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LG Frank |
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Zitat:
Nun, für Lachen gibt´s auch noch ein paar weitere Gründe. Und beim Fan-sein sollten wir vielleicht, bei allem Respekt gegenüber wem auch immer, nicht dauerhaft stehen bleiben, wenn wir mündig und erwachsen werden wollen. Dazu zählt z.B. für einen Musiker, daß er sich von seiner musikalischen Sozialisation und seinen frühen Idolen und Inspirationen freischwimmt - was nicht bedeutet, daß er die Wertschätzung und Dankbarkeit ihnen gegenüber verliert. Oder für einen spirituellen Menschen - da muß ich grad an Goethe denken, der sinngemäß sagte: "Das Christentum ist gut und notwendig, es durchlaufen zu haben, doch ich sollte nicht dabei stehen bleiben." So geht es sicherlich auch auf dem Gebiet der Erkenntnissuche. Geändert von ChristJan (09.07.2009 um 17:05 Uhr) |
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Zitat:
Ich vermute auch, daß da Wichtigeres drin steht als es auf die ersten Blicke den Anschein hat, doch Du weißt von gewissen Auseinandersetzungen mit hiesigen Texten, Formulierungen und Schreibstilen, daß sie nicht dazu geeignet sind, daß sich der betreffende Autor damit Türen öffnet. Gut, wer weiß - vielleicht hat EvD mit "Tomy..." auch nur seinen Spöttern den Stinkefinger gezeigt, so nach dem Motto: ich werfe den Geiern was vor, worauf sie sich stürzen können, umso mehr kann ich in Ruhe weiterarbeiten. Würde ich beim gegenwärtigen Erkenntnisstand nicht ausschließen. Vielleicht war auch mal ein Produkt "völlig aus der Reihe schlagend" nötig, um sich weiterhin die Aufmerksamkeit der Leute zu sichern. Kommerziell war "Tomy..." wahrscheinlich kein Reinfall. Auch denkbar. Ich weiß es nicht. Aber wir können ja auch irgendwann in mittlerer oder ferner Zukunft noch einmal über "Tomy..." in einem extra-Thread dazu diskutieren, wenn wir alle (also alle, die´s interessiert!) das Buch vorliegen bzw. gelesen haben. |
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Der Schwenker zurück zu Gleichklangs Eröffnung dieses Themas fällt ja nicht so schwer, weil wir gar nicht so weit davon abgekommen sind.
"Tomy..." steht damit sehr wohl in direktem Zusammenhang. (Da könnte man auch die Frage stellen: "Berechnend oder nur verrückt?" Ergänzt um: "Oder gar real?" Die Materialisation eines Geistwesens halte ich auch sehr wohl für möglich, wobei ich sie in diesem Leben noch nicht bewußt beobachtet habe. Ich mache mich also nicht über EvD lustig, auch wenn ich kein Fan von ihm bin, sondern vielmehr die Überzeugung hege, daß auch er hinterfragt werden darf und all seinen Verdiensten zum Trotz nicht automatisch frei von Irrtümern ist. |
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Zitat:
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