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Nur erreicht man das leider nicht durch (einseitige) Abrüstung. Bisher brachen Kriege, selbst wenn Regierungen unter wirtschaftlichen Zwängen (wie z.B. Verschuldungen und drohender Staatsbankrott) kriegswillig gemacht worden waren, nur dann auf der militärischen Ebene aus, wenn sich ein Land einem anderen überlegen sah. Eine Abrüstung ist also quasi die Einladung an einen Gegner, der nicht abrüstet oder die Abrüstung nur vortäuscht. Beim gegenwärtigen Stand der Welt wohlgemerkt! Da noch nicht aller Tage Abende ist, mag sich der Stand der Dinge noch ändern. Darauf läßt sich möglicherweise noch Generationen warten. Daher versuchen es die meisten Gemeinschaften, sich die eindeutige militärische Überlegenheit zu verschaffen, um damit Angriffen und Invasionen vorzubeugen. Es gibt jedoch auch gute Gründe, eine militärische Überlegenheit nicht auszuspielen - sei es, daß Adolf Hitler konkret wußte, daß ein Einsatz gewisser Techniken wider die Alliierten in Revanche zu einem umfassenden Giftgasangriff gegen das gesamte Reichsgebiet geführt hätte - sei es, daß Dönitz dem Waffenstillstand am 8.5.1945 zustimmte, um den für den 11.5.1945 geplanten, reichsweiten Einsatz von Milzbranderregern, den die britische Luftwaffe vorbereitet hatte, zu verhindern. Sei es, daß im Kalten Krieg wie auch gegenwärtig zwischen Ost und West das Bewußtsein um die Möglichkeit eines massiven Rückschlags der Gegenseite (unabhängig davon, wer den Erstschlag führt!) den "Frieden" erhält auf der militärischen Ebene. So gesehen ist es gerade die militärische Stärke von Ländern wie USA, Israel, Rußland, China, Iran, Indien usw., die (noch) eine militärische Eskalation verhindert. Daß das dünnes Eis ist, ist völlig unstrittig. Aber wenn eine Seite (egal, wer!) schwächelt, wird die andere Seite die Initiative zum militärischen Krieg ergreifen. Um die beliebten und (auch allgemein) bekannten Beispiele jüngerer militärischer Kriege USA gegen Irak und USA gegen Afghanistan anzuführen - die USA wären dort niemals eingefallen, wenn sie sich nicht in einer militärischen Überlegenheit gesehen hätten. Das einzige Mal, daß sie eine Invasion unternahmen ohne diese Überlegenheit (zumindest quantitativer Natur!) zu besitzen, war 1944, aber wie ihre militärische Führung auch in der Nachkriegszeit wiederholt betonte, standen die USA unter dem Zeitdruck, den (militärischen) Krieg gegen Deutschland zu beenden bevor gewisse Waffen in Serienproduktion gehen konnten. (Und hier ist NICHT die Rede von der V2!) |
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Ja, darüber sollte gesprochen werden, denn das die Menschen aus der Geschichte nicht lernen (sollen), liegt daran, daß sie die Vergangenheit nicht richtig kennen (nicht richtig kennenlernen können/dürfen/sollen) und daher die falschen Konsequenzen für Gegenwart und Zukunft ziehen.
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Leider ist die Welt (noch) so, daß Julius Cäsar mit seiner Weisheit "wenn Du Frieden haben willst, bereite den Krieg vor" richtig liegt. Nicht, daß es darum geht, den Krieg zu starten, um den Gegner nieder zu zwingen und so Frieden zu erzeugen, sondern es geht darum, gerüstet und vorbereitet zu sein. Jesus Christus sprach in seinen Gleichnissen dieses Thema gerüstet zu sein an, als er von Einbrüchen in die Häuser von Starken und Schwachen redete. Für ein Eso-Forum sehe ich das secret.tv-Forum nicht an. Ich gehe davon aus, daß die Themenbandbreite des Senders in allen Jahren seines Bestehens die Grundlage dafür darstellt, welche Themen hier im Forum diskutiert werden können und sollen. Und dazu zählen Krieg, geschichtliche, politische und wirtschaftliche Fragen sehr wohl. |
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Das gegenseitige Abschlachten kann wahrscheinlich nur unterbunden werden, wenn es nicht mehr ein lukratives Geschäft wäre.
Das sollte aber vielleicht in anderen, meiner Erinnerung nach bereits existenten threads diskutiert werden. In diesem thread macht es jedoch Sinn, sich über die Inhalte dieses Buches bzw. die daraus ziehbaren Lektionen zu unterhalten. Oder meinetwegen auch heutige Armeen daraufhin zu untersuchen. Oder sich selbst (auch auf der nicht-militärischen Ebene!) zu prüfen, wie´s mit eigenem Vorbereitetsein auf die Kämpfe des Lebens und der eigenen Kampfmoral, der eigenen Disziplin, der eigenen Teamfähigkeit, der eigenen Fähigkeit zur Eigenintitaive etc steht. Bleiben wir also besser bei den Themen des van Crefeldschen Buches in diesem thread und diskutieren wir die Wege zu globalem Frieden bitte in anderen threads. |
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Das van Crefeld-Buch gibt des weiteren auch gute Einblicke in organisatorische und strukturelle Unterschiede zwischen diesen Organisationen Wehrmacht und US-Streitkräfte (beide bestehend aus ihren Waffengattungen Heer, Luftwaffe, Marine), u.a. auch hinsichtlich Verwaltung, Rekrutierung, Versorgung usw.
Ein ebenfalls interessanter Aspekt ist allerdings auch die Beleuchtung der Personalpolitik, denn die Methoden, die Eignung der Soldaten herauszufinden und die Lösung der organisatorischen Problematik, wie man die richtige Person an die richtige Stelle bekommt, differierten doch sehr. Man könnte aus der Lektüre dieses Buches und den damit verbundenen Studien auch als Nicht-Militär eine Menge abgewinnen, um sich für die Wirren und Herausforderungen dieser gegenwärtigen Zeit zu rüsten. Aber das gehört in einen anderen thread, den ich gleich noch eröffnen werde. |
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